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Wohnhöhlen Vom sonnigen und gemütlichen Leben in der Erde
Pläne und technische Zeichnungen (erst teilweise fertig)
§
deutsche Version mit Bildern im Text,
aber mit inaktiven Links.

Wohnhöhlen:
Was ist das?

Earth sheltered dwelling
werden in Amerika
häufig aus Stahl und Beton konstruierte Häuser genannt, bei denen mehr oder
weniger dicke Schichten Erde auf
das Dach und/oder an einen Teil der
Aussenwände aufgebracht werden. Das
tolle Wohnklima einer Wohnhöhle bleibt erhalten, es ist jedoch mit viel
höheren Investitionkosten zu rechen. Auch Peter Vetsch baut
solche Häuser, vor allem in der Schweiz. Rein äusserlich kommen sie dem Design
der traditionellen Wohnhöhlen jedoch sehr nah.

Warum
Menschen in Höhlen wohnen? Vorteile des Wohnen unter /in der
Erde
Im
Winter ist es drinnen nie kalt und im Sommer wird es dort nie brütend heiss. Das
ganze Jahr über herrschen weitgehend ausgeglichene Temperaturen, die um die
mittlere Jahresaussenlufttemperatur des jeweiligen Gebietes schwanken, je
tiefer
man unter der Erde ist , desto geringer werden die jährlichen Temperaturschwankungen. In Frankreich
ist ab 4 Metern Deckschicht nur noch eine Schwankung von 1ºC wahrnehmbar. Im tunesischen Wüstenklima
von Matmata sind dafür zwischen 7 und 10 Meter Tiefe nötig. Im südspanischen
Crevilliente (bei Alicante) werden gar ganzjährig zwischen 22 und 23 Grad
gemessen.(Quelle leider in nur
spanisch). Die
geschätzte Tiefe liegt dabei zwischen 2 und 3 Metern. Demgegenüber werden im
nordspanischen Zaragoza Temperaturen zwischen 16 (Winter) und 20ºC (Sommer)
gemessen(Loubes, S.47) Im wiederum südspanischen Almanzora
(Almeria) werden zwischen 16 und 19ºC gemessen. Im nordwestchinesischen Xi`an
herrschen das ganze Jahr über 14 bis 16,5 ºC. Zwischen Tag und Nacht gibt es
daher praktisch keine Schwankungen, wegen der grossen thermischen Speichermasse
der anstehenden Erde. Verzichtet werden kann auf zusätzliche Isolierung, Heizung
(Ausnahme China) oder gar Klimaanlage. Durch den Wärmespeicher-Effekt werden die
Höchsttemperaturen in 3 Meter Tiefe mit bis zu 3 Monaten Verzögerung im Inneren
gespürt, also erst im Oktober und die Tiefsttemperaturen erst im April. Dies
ändert sich natürlich bei Verringerung der Tiefe. (Das Erdhaus . Mike Edelhart,
S. 82) oder bei stärkerer Be- und Entlüftung.
Hinzu
kommt die angenehmere Luftfeuchtigkeit von um die 50 bis 70%, ganz im Gegensatz
zu den überheizten winterlichen Räumen in Hausern und der damit geringen
relativen Luftfeuchtigkeit. Dies merkt man oft am kratzenden
Hals.
Auch die Mehrheit der Klimaanlagen bringt durch
die Abkühlung eine ungesunde Absenkung der relativen
Luftfeuchtigkeit.
Bei
länger andauerndem Regen steigt die relative Luftfeuchtigkeit drinnen, da sich
ein Teil des Regenwassers in Wassedampf umwandelt und aus der Wand und Decke
diffundiert.
Auch bei Regen steigt die Luftfeuchtigkeit drinnen
nie auf Werte nahe der Sättigung(100%). Von kondensiertem Wasser feuchte Wände
gibt es aber nicht, da die Wandtemperaturen dafür nicht weit genug
absinken.(wieder wegen der Speichermasse)
Preiswert
(deshalb Kreditfrei / Schuldenfrei wohnen)
Höhlen
wurden in der Vergangenheit von neu Hinzugezogenen gebaut, die geringe
finanzielle Mittel hatten und schnell ein Dach über dem Kopf haben
wollten.
Diese
Vorteile gelten auch heute noch oder wieder. Wie lange muss man für eine Wohnung
oder gar ein Haus sparen, bzw. sich bis úber beiden Ohren verschulden und dann
über 30 oder 40 jahre abbezahlen.(Zumindestens ist das in spanischen Städten so,
dank des fast nicht vorhandenen sozialen Wohnungsbaus der letzten 8
Jahre)
Höhlen sind vergleichsweise schnell gebaut und das
mit wenigen Mitteln, da man ja in erste Linie ausgräbt bzw herausschlägt. Und
die natürlich
vorhandene Erde/das Gestein als Mauern,
Wände und Dächer nutzt. Einzig Fenster und Türen muss man einsetzen. Dazu kommt
dann nur noch ein Kalkschicht( und
vorher eventuell Gips, um die von der Hacke/Presslufthammer/Meisselhammer aufgerauhte Oberfläche zu glätten) auf
der Oberfläche oder auch Tapete, wer es ein bisschen bürgerlicher mag. Ja und
Wasser und Strom nätürlich. Die Küche und das WC sind heutzutage Standard. Der
Innenaussbau, sprich die Verschönerung von Küche und Bad mit Fliesen kann nach
und nach stattfinden. Als Schränke dienen vorerst in die Erde gegrabenen
Nischen. Auch die Verschönerung der Aussenfassade kann man in dem Maβe beginnen, wie
die finanziellen Mittel fliessen. Um das Innere wie ein “normales” Haus aussehen
zu lassen, werden mit Hilfe von Gipskarton-Platten Zwischendecken und
Seitenwände gesetzt, hinter denen die bogenförmigen Formen der Höhlen
vollständig verschwinden können( was aber eigentlich zu schade
wäre…)
Kurz
gesagt: Das Haus das sich deinem Geldbeutel anpasst!
Die
modernen Höhlen haben nicht nur Strom und Wasser/Abwasser sondern auch Telefon
und Internet (bis zur Satellitenantenne), selbst Erdhöhlengaragen (natürlich
auch ausgegraben), wurden schon gesichtet. Dank neuer Entwicklungen wie
verspiegelten Lichtrohren und dem Einsetzen gut isolierter
Oberfenster/”Skylight” ist in allen Höhlenräumen für Tageslicht und
frische Luft gesorgt.
Bei Wänden die zwischen ein und zwei Metern messen
hört man vom Nachbarn nie etwas, selbst wenn er Feten macht oder sonntag früh
bohrt oder gar passionierter Schlagzeuger einer Heavy-Metal-Band ist. Auch
eventueller Verkehrslärm aus der Umgebung wird so erheblich
gedämmt.
Höhlenwohnungen passen sich sehr gut in
die Landschaft ein, verglichen mit normalen Häusern, aus einiger Entfernung
sieht man sie nicht, da die mit Pflanzen bewachsene Erde, die als das Dach
dient, ja natürlich dort bleibt.
Einzig die runden Entlüftungsrohre bzw. die Schornsteine aus der Küche
ragen heraus. Auch die
Sonnen-Terasse vor dem Eingang des unterirdischen Hauses besteht aus dem
ausgegrabenen Material.
Optimal
landschaftlich angepasst.
Sehr
geringer Baumaterialaufwand und entsprechende Energieeinsparung (Zement- und
Stahlherstellung sind sehr energieaufwendige Grundstoffe). Es ist keine
Isolierung durch Steinwolle oder Polyurethanmaterial oder anderen
Isolationsmaterialen nötig. Der Energieaufwand für Heizung und Kühlung ist
vergleichsweise gering, bei grosser Wand- und Deckenstärke in südlichen
Breitengraden nahezu null.
Solche
ein Bau ist sehr gut recycling fähig, aber vor allem extrem langlebig,
ganz im Gegensatz zur immer kürzeren Haltbarkeit moderner Hauser. Die meisten
Höhlen sind vor 100 oder 200 Jahren
“gebaut” worden oder besser der Erde abgerungen worden.
Bei der Mächtigkeit der Wände und Decken mag dem
einen oder der anderen das Wörtchen Dematerialisierung unangebracht erscheinen.
Ich benutze es hier, weil die Menge
an zusätzlichen energetisch aufwendig produzierten und herantransportierten
Baumaterialien sehr gering ist.
Neben dem guten Wohnklima innen, sorgt der Bau von
Wohnhöhlen auch wegen der oben angeführten energetischen Vorteile und dem
dadurch eingesparten Klimagas CO2 auch nach aussen als
Klimaverbesserer. Der Energie und Wärmebedarf von schlecht gedämmten Wohnungen
leistet neben dem Bereich Mobilität den grössten Beitrag zum Klimawandel im
Bereich der privaten Verbräuche.
Wegen
ihren Massivität sind Höhlen bestens
gegen starke Stürme gefeit, da sie weder wegfliegen, noch umkippen
können. Es ist davon auszugehen, dass Starksturmereignisse in Zukunft häufiger
auftreten werden. Weiterhin ist ihre Standsicherheit bei Erdbeben grösser als
die konventioneller Häuser mit Dächern und Steinwänden.
Verglichen
mit anderen natürlichen Baumaterialien, wie Holz, Schilfrohr-Dächern und
ähnliches zeichen sich Erdwohnungen durch einen sehr guten Brandschutz
aus.
Fur
alle Menschen, die sensibel auf Chemikalien
reagieren,
ist diese naturnahe Architektur empfehlenswert.
Abgesehen vom Radon-Gas kann es keine Probleme geben. Und auch Radon
verschwindet bei normaler Belüftung (siehe unten Vorurteile). Natürlich ist die
Allergiefreiheit nur gegeben, wenn man die Fenster und Türrahmen bzw deren
Dichtungen nicht mit Holzschutzmitteln und ähnlichem
behandelt.
Da
das Gefühl der Behaglichkeit in Höhlen nicht durch Erwärmung und Transport der
Luft, sondern durch warme Strahlung der Wände und Decken erreicht wird, ist auch
mit einer geringeren Staubbelastung durch Wärmeströmung zu rechnen, sowie mit
einer gleichmässigeren vertikalen Temperaturverteilung. Ähnlich wie bei
Hypokaustenheizungen, die die Wände/Böden über Luft und Warmwasserleitungen von
innen erwärmen,damit diese Wände ihrerseits die Wärme grösstenteils als
angenehme Niedertemperatur-Wärmestrahlung abgeben.
Falls
es Familienzuwachs gibt, muβ man
nicht umziehen oder beengt wohnen. Man gräbt einfach einfach noch ein Zimmer.
Wenn der Nachwuchs dann flügge wird, hat man viel Stauraum. Aber so man will gibt es auch schon
vorher endlich genug Stauraum für alle.
“Aber Höhlen sind doch feucht , dunkel, muffig und
nur was für Aussteiger und Einsiedler!” Ausserdem stürzen sie doch früher oder
später eh ein und begraben unter sich ihre Bewohner. -Schluss mit
den Vorurteilen!
Von
den Erdwohnungen, die ich bisher gesehen habe, hatte nicht eine Tropfen an der
Decke oder an Wand oder Fussboden. Die relative Luftfeuchtigkeit liegt etwas
höher als in konventionellen Wohnungen.
Das
es durch die Decke tropft, verhindert der Troglodyt durch die Auswahl der
Bodenart (besser tonig-lehmig als kiesig-sandig) und durch die Dicke der
Erddecke über der Höhle. Ob die Undurchlassigkeit der Böden oder deren maximale
Wasseraufnahmekapazität wichtiger sind, konnte ich noch nicht abschliessend
klären. Als weiterer Faktor ist die Niederschlagsmenge zu berücksichtigen. In
den Gegenden im süden Spaniens und bei Zaragoza fallen Mengen bis 400 mm (=400
l/m2 und Jahr. Allerdings scheint weniger die Jahresniederschlagsmenge wichtig,
als die Menge einzelner Spitzenniederschlagsereignisse. Vereinzelt werden bei
schlechten Böden und geringer Deckenmächtigkeit auch Abdichtungen aus Beton oder anderen
wasserdichten Materialien genutzt. So ist zum Beispiel der Einsatz von
Teichfolie vorstellbar oder auch Abdichtungen, die bei der Dachbegrünung
verwendet werden.
Das
Fehlen von Tageslicht ist ein Problem in Erdwohnungen, die in mehreren Reihen
Räume in die Erde graben. (siehe Abbildung)
Wenn
sich die Räume paralel zur Fassade befinden, hat jeder Raum ein Fenster und
Türen, durch die Tagelicht einfällt. Um auch Räume in der Tiefe der Höhle mit
Tageslicht zu versorgen, werden seit einiger Zeit spezielle Lichtrohre
angeboten, die das Licht bis zu 8 Meter tief ohne Verlust transportieren können.
An deren Ende ist etwas wie eine Lampe angebracht, das blendfrei ist und eine
grosse Leuchtkraft besitzt (siehe Bild unten rechts, links zum Vergleich vor
Installation der Lichtröhre).

Optional kann mit diesem Systm auch eine
Belüftung erfolgen. Andere Möglichkeiten sind die Vergrösserung der Fenster in
der Fassade, und der Einbau von Fenstern oder anderen transparenten
Elementen(Glasziegel) zwischen inneren und äusseren Räumen
Schlechte
Luft /Muffigkeit
Wie
schon eben angedeutet, gibt es bei älteren Erdwohnungen teilweise dieses
Problem. Inzwischen hat man aber Lösungen gefunden, die über passive und aktive
Be- oder Entlüftung die Räume mit der nötigen frischen Luft versorgen können.
Die passive Belüftung nutzt Temperaturunterschiede zwischen Innen- und
Aussenluft. Dazu baut man auf der am weitesten vom Eingang entgernten Seite ein
Entlüftungsschacht der in den charakteristischen weissen Schornstein
endet.
Zusätzlich
werden heutzutage auch steuerbare Ventilatoren zur Be- und Entlüftung
eingebaut.
Leben wie die Neanderthaler?
Vielfach
herrscht die Vorstellung von Höhlen als etwas archaischen; einem grossen Loch in
der Wand ohne Fenster und Türen, in das es hineinzieht
und
in dem es nach Löschen des Feuers kalt ist. Dieses Bild ist doch sehr veraltet.
Mit den Bildern in der Galerie möchte ich zeigen, das die Wohnhöhlen von heute
etwas gänzlich anderes sind.
Leben
in Höhlen als Sinnbild der Fortschrittsfeindlichkeit oder der
Rückwärtsgewandheit
Wie
alles im Leben gibt es jedoch auch beim Leben in Höhlen gewisse Nachteile bzw.
Einschränkungen. So sind Erdwohnungen sicher nicht für Menschen geeignet, die
zur Klaustrophobie neigen.
Es
ist in erheblichen Maβe
körperliche Arbeit zu leisten. Dies wird zwar heutzutage durch den Einsatz von
Presslufthämmern und eventuell
Förderbändern erheblich vereinfacht, aber eine Extraanstrengung ist schon
nötig.
In
wie weit man in Deutschland dafür sogar eine Baugenehmigung bekommen kann, weiss
ich leider nicht. Vielleicht kann man Menschen mit Erfahrungen für ungewöhnliche
oder neuartige Bauweisen, (z.B. mit Strohballen,
österreichisches strohballen
netzwerk,
Earthship)
konsultieren. Auch im Buch von Mike Oehler
finden sich Tips, wie man den rechtlich-bürokratischen Teil bewerkstelligt bzw.
umgehen kann.J
Vielfach
weckt der Gedanke des Lebens in einer Höhle unerklärliche Ur-Ängste, die sich
mit dem Auffenthalt in geschlossenen fensterlosen Räumen verbinden. Auf der
anderen Seite sind wir daran gewöhnt in Aufzügen, U-Bahnen und Fensterlosen
Shopping Malls zu verkehren. Ich möchte noch mal betonen, das man in jedem
Höhlen-Raum Tageslicht oder sogar Fenster einbauen
kann.
Wo
wohn(t)en Menschen in künstlichen Höhlen?
Valencia und Vororte(Paterna, .Benimamet,
..)
Mallorca / Cala Santandria aussen,
innen, (museum von Nikolei
Caraba)
Silos de Villacañas/
bei Toledo
Vilarubia
de Santiago (Toledo)
Chinchilla de Montearagón
(bei Albacete)
Cuevas del
Castillo (bei Albacete)
Molina de
Segura/Murcia
Crevilliente (Elche), Bilder und
Grundriss von Wohnhöhle 1, Wohnhöhle2,
weitere
Rojales
(Elche)
Iznájar (Provinz
Cordoba)
Setenil de las
Bodegas (Proviz Cadiz)
Granada
(Stadtteil Sacromonte)
viele Fotos
weitere oder Höhlen für Flamencotänze mehr Touristenführer
Frommers,
Apartment Sacromonte,
(Barranco (“Schlucht”) de Naranjos und de Valparaiso und weitere Schluchten am
Rio Darro haben noch Wohnhöhlen ohne davorgebaute Häuser
GuadixGuadix
(Stadtteil Bácor-Olivar 75% aller Wohnungen sind Höhlen)
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innenbeschreibung,
Cave hotel english
Huescar (Cueva del
Registrador)